Bildungsaction Hamburg


Dokumentation

Hier dokumentieren wir die Veranstaltungen.

1. Schule im Kapitlaismus, 29.01.2009

Am 29.1.09 fand die Veranstaltung „Schule im Kapitalismus“ statt. Hier zunächst die Eingangsreferate der drei Vertreter verschiedener „Statusgruppen“ im mp3-Format.
Die drei Beiträge befassen sich mit der Frage „Welche Rolle spielt die Schule in der (kapitalistischen) Gesellschaft?“ jeweils aus der spezifischen Sicht eines Schülers, eines Lehramtsstudenten sowie eines Lehrers.
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1. Schüler: Oskar
2. Lehramtsstudent: Kevin
3. Lehrer: Hinrich
Anschliessend gab es eine Gruppenarbeitsphase, in der sich die drei Statusgruppen jeweils ‘intern’ trafen. Schliesslich wurden die Ergebnisse der Gruppenarbeit nochmals dem Plenum vorgestellt. Hier die Mitschnitte dieser Runde:
1. Lehrerinnen
2. Studentinnen
3. Schülerinnen

Ergebnisprotokoll/ Diskussion über „Schule im Kapitalismus“; Gruppe der Lehrenden

Anwesend: 3 Grund- und HauptschullehrerInnen, 2 Gesamtschule, 1 (Aufbau-)Gymnasium, 1 Berufsschule, 1 Erzieherin, 1 Sozialpädagogin, 3 außerschulische Bildungsarbeit

Den Ausführungen des Koll. auf Podium wurde insgesamt zugestimmt. Starker Unmut zusätzlich über intensive Belastung durch HHer Lehrerarbeitszeitmodell und extrem große Klassen.

Insgesamt schälten sich folgende 6 Bereiche heraus, zu denen zwar noch keine sehr konkreten Forderungen ausformuliert wurden, welche sich unseres Erachtens aber als zentrale Stoßrichtungen zukünftiger polit. Auseinandersetzungen im Bildungsbereich aufdrängen.
1.Zurückdrängung der Ökonomisierung des Bildungssystems
Indem Schulen als Betriebe geführt werden, werden die Lernbedingungen zunehmend von Profitabilitätserwägungen durchdrungen.
Radikale Kritik besonders an:
Selbstverwaltung (In-Konkurrenzsetzung der Schulen)
Einführung wirtschaftlicher Organisations- und Personalführungsysteme
2.Entsolidarisierung entgegentreten
Der Alltag der Angestellten im Bildungsbereich ist von Vereinzelung und Konkurrenz geprägt. Mit Überlastung und Stress wird nicht offen ergo nicht kollektiv umgegangen. Es gibt nur individualisierende Überlebenstechniken: Flucht in die Teilzeit, geschlossene Klassenzimmertüren, selektive und demonstrative Leistungsshow,…
Es müssen dringend Räume für die Selbstverständigung und für den Austausch über die Arbeitsbedingungen und das Unterrichtsgeschehen erkämpft werden, damit diese gemeinsame Betroffenheit von Stress, Erschöpfung und Unzufriedenheit überhaupt erstmal wahrgenommen und thematisiert werden kann. Dies könnte bspw. in einem im AZM verankerten „Recht auf Supervision“ bestehen, sollte aber möglichst auch berufsgruppenübergreifend stattfinden (also unter Einbezug der anderen Schulbeschäftigten incl. Hausmeister, Reinigungspersonal und 1EuroJobber sowie Schülern bzw. Eltern…..)
3.Aufweichung der rigiden Schulpflicht
Alternative Modelle zu klassischem Schulbesuch (besonders in prekären Lebenssituationen) müssen ermöglicht werden.
4.Bildung muss frei sein
Aufwertung der Bildung auch durch Anhebung der Ausgaben für Bildung. Ganztagsschulen brauchen gute und freie Lernmittelausstattung, gute Büchereien und Freizeitangebote, einen kostenlosen und gesunden Mittagstisch…
5.AZV weg & kleinere Klassen
Wir brauchen kleinere Klassen und schlicht und ergreifend mehr Zeit für Unterricht und die SchülerInnen.
6.Eine dialogische Rückmeldekultur statt Notengebung
Dieser Punkt wird als besonders schwierig angesehen. Dass die Selektion durch Noten eine der (brutalsten) Hauptfunktionen von Schule im Kapitalismus ist, wird unisono kritisiert. Gleichzeitig scheint dies eines der am schwersten zu verhandelbaren und unerschütterlichsten Dogmen schlechthin zu sein. Selbst minimale Versuche, die Notenkultur ansatzweise außer Kraft zu setzen, werden von allen Beteiligten (Eltern, SchülerInnen, KollegInnen) vehement zurückgewiesen. Dennoch macht die Forderung nach „Abschaffung von Noten“ evtl. strategischen Sinn, um hierüber überhaupt erst wieder kritisch ins Gespräch zu kommen.

Bilder von der Veranstaltung

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2. „Lernverhältnisse im High-Tech-Kapitalismus. Zwischen Selbstaktivierung und der Organisation von Ungleichheit.“, 10.02.2009

Auch der Input der zweiten Veranstaltung wurde mitgeschnitten. Allerdings gibt es noch technische Probleme. Sobald diese behoben sind, wird der Mitschnitt hier eingestellt.
Hier schon die Präsentation als PDF zum download

Bilder

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